Ausgabe 2 unseres Magazins #passgenau ist da!
2. April 2026

Stöhr Logistik im PV Magazine

Stöhr Logistik zeigt vor:
So gelingt die E-Lkw-Wende mit intelligenter Ladelösung

Das PV-Magazin berichtet in seiner Februar-Ausgabe 2026 über ein wegweisendes Projekt von Stöhr Logistik aus Rottenacker. Das Unternehmen zeigt eindrucksvoll, wie die Elektrifizierung von Nutzfahrzeugflotten erfolgreich gelingt – und das dank einer durchdachten Kombination aus Photovoltaik, Batteriespeicher und intelligentem Energiemanagement.

Die Herausforderung: Hohe Ladeleistung bei kleinem Netzanschluss

Geschäfsführer Erwin Stöhr hatte ein Problem: Seine Lagerhallen sind bereits mit 2,5 Megawatt Photovoltaik ausgestattet, doch der geringe Strombedarf des Unternehmens rechtfertigte bisher nur eine kleine Bezugsleistung von 125 Kilowatt. Eine neue 400-Kilowatt-Ladesäule für den ersten E-Lkw hätte zu enormen Stromspitzen geführt.

Die Lösung: Batteriespeicher als Ladebooster

Gemeinsam mit dem Partner Allgäu Batterie entwickelte Stöhr eine intelligente Ladelösung. Das Herzstück: ein Batteriespeicher mit 440 Kilowatt Leistung und 593 Kilowattstunden Kapazität, kombiniert mit einem Energiemanagementsystem. Dieses berücksichtigt Wetterprognosen, Day-ahead-Preise und Verbrauchsverhalten, um die Energieflüsse preislich zu optimieren.

Wirtschaftlichkeit im Fokus

Stöhrs Faustformel für rentable E-Lkw ist klar definiert: Das Fahrzeug muss mehr als 400 Kilometer täglich fahren und für unter 30 Cent pro Kilowattstunde laden. Bei diesen Parametern lassen sich die höheren Anschaffungskosten von über 270.000 Euro durch den günstigeren Betrieb kompensieren. Der betriebsinterne Solarstrom wird mit 20 Cent verrechnet.

Skalierbare Lösung für die Zukunft

Besonders beeindruckend: Das System ist von Anfang an skalierbar geplant. Stöhr will in den kommenden zwei Jahren auf zehn bis zwölf Elektrofahrzeuge aufstocken. Die Ladelösung kann problemlos mitwachsen – ein entscheidender Vorteil für Unternehmen, die schrittweise elektrifizieren möchten.

Positive Resonanz bei Kunden und Fahrern

Die Kunden freuen sich über die elektrische Belieferung, auch wenn sie nicht bereit sind, dafür mehr zu bezahlen. Bei den Fahrern herrscht geteilte Meinung: Während manche noch dem Diesel nachhängen, sind diejenigen, die den E-Lkw bereits gefahren haben, begeistert von der Ruhe und Sauberkeit.

Das Beispiel von Stöhr Logistik zeigt: Mit der richtigen Kombination aus erneuerbarer Energie, Speichertechnik und intelligentem Management wird die Elektrifizierung von Nutzfahrzeugflotten nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll.

Den vollständigen Artikel finden Sie im PV-Magazin, Ausgabe Februar 2026, Seite 81.